Zum Inhalt springen
bussgeldportal.de
  1. Startseite
  2. Magazin
  3. Blitzer
  4. B10 bei Ulm: Blitzeranhänger erwischt 3.000 Autofahrer

Blitzer

B10 bei Ulm: Blitzeranhänger erwischt 3.000 Autofahrer

Nur fünf Tage überwachte die Polizei auf der B10 bei Ulm eine Gefahrenstelle mit einem Enforcement-Trailer. Knapp 3.000 Autofahrer gingen in die Falle.

Update Redaktion Bußgeldportal 2 Min. Lesezeit

Die Verkehrspolizei in Ulm hat eine besonders brisante Stelle für eine Geschwindigkeitsmessung ausgesucht. Immer wieder ereignen sich auf der B10 an der Ausfahrt Breitenhof in Fahrtrichtung Neu-Ulm Unfälle.

Vor allem aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit und riskanter Überholmanöver. Um den Rasern einen Denkzettel zu verpassen, setzte die Polizei auf einen Überraschungsmoment und stellte einen Blitzeranhänger vom Typ Poliscan FM1 auf, bei dem auch Messfehler auftreten können.

Enforcement-Trailer: Moderne Geschwindigkeitsmessung

Zum Einsatz kam ein Blitzeranhänger der Firma Vitronic, ein sogenannter Enforcement-Trailer. Dieser wurde speziell konzipiert um den Verkehr an unübersichtlichen Kurven, schwer einsehbaren Baustellen und abgelegene Straßen zu überwachen.

Der Blitzer-Anhänger ist unauffällig und kann an verschiedenen Standorten Geschwindigkeitsmessungen durchführen – und das autonom bis zu einer Dauer von zehn Tagen.

Tempolimit 70: Knapp 3.000 Autos fuhren zu schnell

An der Gefahrenstelle ist die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt, die einige Autofahrer deutlich überschritten. Insgesamt wurden über 42.000 Fahrzeuge an der Messstelle registriert, wovon 2.977 zu schnell unterwegs waren. Das ist eine Quote von sieben Prozent aller Autofahrer.

Die Temposünder erwartet je nach Höhe Ihrer Geschwindigkeitsüberschreitung ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot. Die Strafen richten sich dabei nach dem deutschlandweit gültigen Bußgeldkatalog.

Ein Raser war 100 km/h zu schnell

Die Polizei gab bekannt, dass sogar 214 Fahrer so schnell gefahren sind, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Auf den Raser mit Spitzentempo 170 km/h kommt mindestens ein Bußgeld von 800 Euro und drei Monate Fahrverbot zu. Sollten die Behörden auf Vorsatz entscheiden, kann sich die Geldbuße noch verdoppeln.

Messfehler bei Blitzeranhänger: lohnt sich ein Einspruch?

Viele geblitzte fragen sich, ob Geschwindigkeitsmessungen fehlerhaft sind. Laut Herstellerangaben kann der Enforcement Trailer mehrere Fahrspuren überwachen. Auch Wind und Wetter sollen auf die Messung durch die verwendete Lasertechnologie keinen Einfluss haben. Dennoch gibt es weitere Faktoren, die eine Blitzermessung anfechtbar machen können:

  • Blitzer ist in falschem Winkel zur Fahrbahn aufgestellt
  • Das Gerät ist nicht genau geeicht
  • Keine Speicherung von Rohmessdaten
  • Blitzerfoto ist unscharf oder ungenau
  • Formfehler in Behördenschreiben
  • Fehler bei der Fahreridentifikation

Sie sind gerade geblitzt worden oder haben schon ein Schreiben von der Bußgeldstelle erhalten? Aufgrund der Komplexität bei Blitzermessungen kann es sich lohnen einen Einspruch unverbindlich zu prüfen. Insbesondere wenn ein Bußgeldverfahren droht und das Bußgeld einen Betrag von 60 Euro überschreitet.

Weitere Informationen zu den typischen Fehlern bei einer Blitzermessungen finden Sie in unserem Beitrag: Fünf typische Fehler bei Geschwindigkeitsmessungen

Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.

Teilen Facebook X WhatsApp

Weiterlesen

Mehr aus Blitzer

Alle Beiträge in Blitzer →

Blitzer

Heute Blitzerkontrollen in Trier und Umland

Die Polizei Trier führt am heutigen Dienstag Verkehrsüberwachungen im Trierer Stadtgebiet und im Umland durch. Wir sagen Ihnen wo die Blitzer stehen.

Blitzer

Blitzermarathon 2025: Ab heute verstärkte Kontrollen

Ab heute, dem 4. August 2025, startet die zweite große Speedweek des Jahres, auch bekannt als Blitzermarathon. Bis zum 10. August wird die Polizei in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Teilen Europas verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

Kostenlos und unverbindlich

Einspruch prüfen lassen, bevor die Frist abläuft

Unsere Partnerkanzlei sieht sich Ihren Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid an und sagt Ihnen, ob sich ein Einspruch lohnt. Keine Kosten ohne Beauftragung.

  • Messung und EichungWar das Messgerät geeicht und korrekt aufgestellt?
  • FahrerfotoSind Sie auf dem Blitzerfoto eindeutig zu erkennen?
  • Fristen und VerjährungKam der Bescheid rechtzeitig und korrekt zugestellt?
  • FahrverbotLässt es sich abwenden, etwa gegen ein höheres Bußgeld?